NenA: Für mich gibt es DAS Alter Nicht

Seit 1994 bringt die Berliner Pflegestation Jahnke Kalender heraus, dessen Models  Patientinnen und Patienten der ambulanten Pflegestation sind – und zwar in besonderen Posen: mal schrill, mal schillernd und immer erfrischend schön. Die limitierten Kalender, die vom Hamburger Kreativen Peer Hanslik erdacht und von der Berliner Star-Fotografin Esther Haase umgesetzt werden, haben deshalb mittlerweile Kultcharakter mit karitativen Charakter: Denn der Gewinn kommt jedes Mal einer sozialen Einrichtung zugute. Ein Gespräch mit der diesjährigen Patin, Nena.

 

 

1. Was hat Sie bewogen, bei den „Senior Stars“ mitzumachen?

 

Als Esther Haase mir von dem Projekt erzählt hat, war ich sofort inspiriert und wollte unbedingt dabei sein. Hier wird auf sehr kreative und geschmackvolle Art gezeigt, dass sogenannte Generationskonflikte doch nur in unseren Köpfen existieren und wir damit endlich Schluss machen sollten.

 

Das ist für mich die Message dieses
kunstvollen Kalenders und genau diese Aussage wollte ich unterstützen.

 

 

 

2. Wie haben Sie das Shooting empfunden und kamen Sie mit den Älteren ins Gespräch?

 

Dieses Fotoshooting war für mich ein sehr schönes Erlebnis, da ich gerne mit Frauen zusammen bin, die eine Menge Lebenserfahrung im Gepäck haben. Wir sind uns völlig unvoreingenommen und herzlich begegnet, mich hat das bereichert.

 

 

 

3. Wie stellen Sie sich Ihre eigene Lebenssituation im Alter vor?

 

Für mich gibt es nicht DAS ALTER, wo sollte das denn anfangen bzw. aufhören? Mit 40, 50, 60 oder 70? Ich kenne über 80-Jährige, die lebensfroh, jung und fit daherkommen, und ich kenne auch Leute zwischen 15 und 20, die bereits völlig aus der Puste sind. Umgekehrt gilt das natürlich auch. Man kann das Alter an nichts festmachen und deshalb teile ich mein Leben nicht in Zeitabschnitte ein. Leben ist ein ewig beweglicher Prozess, dem ich mich anvertraue und voll und ganz hingebe. Dazu gehört, dass man immer wieder hinfällt und genauso oft auch wieder aufsteht. (...)